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Was ist Multi-Level-Marketing (MLM)? Einfach erklärt

· Hamed Rahimi Darehchi, Solutions-Apps

Was ist Multi-Level-Marketing (MLM)? Einfach erklärt

Multi-Level-Marketing (MLM), auch Network Marketing genannt, ist eine Form des Direktvertriebs. Selbstständige Vertriebspartner verkaufen Produkte direkt an Endkunden und können zusätzlich neue Partner gewinnen. Für die Umsätze dieser Partner erhalten sie ebenfalls eine Provision, über mehrere Ebenen hinweg. Daher der Name: mehrstufiges Marketing.

In diesem Artikel erklären wir, wie MLM funktioniert, welche Vergütungspläne es gibt, wo die Grenze zum verbotenen Schneeballsystem liegt und was eine MLM-Plattform heute können muss.

Was ist Multi-Level-Marketing? Die Definition

Beim Multi-Level-Marketing vertreibt ein Unternehmen seine Produkte nicht über Läden, sondern über ein Netzwerk selbstständiger Vertriebspartner. Jeder Partner verdient auf zwei Wegen:

  • Eigenumsatz: Provision auf die Produkte, die er selbst an Kunden verkauft.
  • Teamumsatz: Provision auf die Umsätze der Partner, die er selbst gewonnen hat, und oft auch auf deren Partner. Diese Struktur heißt Downline.

Der klassische Direktvertrieb kennt meist nur die erste Ebene: Ein Berater verkauft und wird dafür bezahlt. MLM ergänzt die Vergütung um weitere Ebenen.

Wie funktioniert Network Marketing?

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Ein Partner registriert sich, oft mit einem Starterpaket, und erhält Zugang zum Partnerportal und einem eigenen Shop-Link.
  2. Er verkauft Produkte an Kunden, zum Beispiel im Bekanntenkreis, auf Home-Partys oder online.
  3. Er gewinnt neue Partner, die er einarbeitet und begleitet.
  4. Am Monatsende berechnet das Unternehmen die Provisionen: auf den eigenen Umsatz und auf die Umsätze in der Downline, je nach Vergütungsplan und Qualifikation.

Damit das funktioniert, braucht das Unternehmen eine saubere Zuordnung jeder Bestellung zum richtigen Partner und eine Provisionsabrechnung, die auch bei Tausenden Partnern stimmt.

Welche Vergütungspläne gibt es?

Der Vergütungsplan legt fest, wie die Struktur aufgebaut ist und wie Provisionen verteilt werden. Die vier gängigsten Modelle:

  • Unilevel: Jeder Partner kann beliebig viele Partner direkt unter sich haben. Provisionen werden über eine festgelegte Zahl von Ebenen gezahlt.
  • Binär: Jeder Partner hat genau zwei Linien, links und rechts. Die Provision richtet sich meist nach dem Umsatz der schwächeren Linie.
  • Matrix: Breite und Tiefe der Struktur sind begrenzt, zum Beispiel drei Partner auf der ersten Ebene und sieben Ebenen tief.
  • Stairstep (Stufenplan): Partner steigen je nach Umsatz in höhere Stufen auf und erhalten dann einen höheren Prozentsatz.

Viele Unternehmen kombinieren Elemente und ergänzen Boni, Wettbewerbe oder Incentive-Reisen. Mehr dazu in unserem Artikel über MLM-Vergütungspläne.

Ist Multi-Level-Marketing seriös?

Ja, wenn das Geschäft auf echten Produkten und echten Kunden beruht. In Deutschland ist MLM eine zulässige Vertriebsform. Verboten ist dagegen die sogenannte progressive Kundenwerbung, umgangssprachlich Schneeballsystem (§ 16 Abs. 2 UWG).

MLM und Schneeballsystem: der Unterschied

  • Seriöses MLM: Provisionen entstehen aus dem Verkauf von Produkten an Endkunden. Wer Partner gewinnt, verdient nur, wenn diese Partner tatsächlich verkaufen.
  • Schneeballsystem: Geld wird vor allem mit dem Anwerben neuer Teilnehmer verdient, etwa über hohe Einstiegsgebühren. Das Produkt ist Nebensache.

Woran Sie seriöse Unternehmen erkennen

  • Die Produkte werden auch von Kunden gekauft, die selbst keine Partner sind.
  • Der Einstieg ist günstig, und es gibt keinen Zwang, große Lagerbestände zu kaufen.
  • Der Vergütungsplan ist transparent und für jeden Partner nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen hält sich an anerkannte Standards, zum Beispiel die Verhaltensstandards des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland. Mehr dazu in unserem Artikel zu den BDD-Verhaltensstandards.

Vor- und Nachteile von Network Marketing

Vorteile

  • Geringe Einstiegshürde für Partner, flexible Arbeitszeiten, auch nebenberuflich.
  • Für Unternehmen: Vertrieb ohne Ladenmieten, persönliche Beratung und Empfehlungen als stärkster Verkaufsweg.
  • Gutes Wachstum, wenn Partner gut eingearbeitet und begleitet werden.

Nachteile

  • Der Erfolg hängt stark vom einzelnen Partner ab; viele verdienen nur einen Nebenverdienst.
  • Komplexe Vergütungspläne sind ohne Software kaum fehlerfrei abzurechnen.
  • Der Ruf der Branche leidet unter unseriösen Anbietern, deshalb sind Transparenz und klare Regeln wichtig.

Was muss eine MLM-Plattform können?

Wer ein Netzwerk mit Hunderten oder Tausenden Partnern führt, kommt mit Excel nicht weit. Eine gute MLM-Plattform übernimmt diese Aufgaben:

  • Automatische Provisionsabrechnung für jeden Vergütungsplan, nachvollziehbar für jeden Partner: Provisionsabrechnung.
  • Downline und Stammbaum, damit Führungskräfte ihre Struktur jederzeit sehen: Downline-Verwaltung.
  • Partnerportal mit Umsätzen, Provisionen, Team und Aufgaben: Partnerportal.
  • Partner-Webshops, damit jede Bestellung automatisch beim richtigen Partner landet: Webshops und Landingpages.
  • Digitales Onboarding, damit neue Partner schnell starten: Onboarding-App.

Direktvertrieb Solution vereint diese Funktionen in einer Plattform aus Deutschland, mit Datenhaltung in Deutschland. Bei den fertigen Modellen von MLM Solution sind die gängigen Vergütungspläne bereits im System; bei der individuellen Lösung entwickeln wir Ihren eigenen Plan.

Häufige Fragen

Ist Multi-Level-Marketing legal?

Ja. MLM ist in Deutschland eine zulässige Form des Direktvertriebs, solange Provisionen aus dem Verkauf echter Produkte an Endkunden entstehen. Verboten sind Systeme, bei denen der Verdienst vor allem aus dem Anwerben neuer Teilnehmer kommt (progressive Kundenwerbung, § 16 Abs. 2 UWG).

Was ist der Unterschied zwischen Direktvertrieb und MLM?

Direktvertrieb ist der Oberbegriff für den Verkauf direkt an Endkunden ohne Ladengeschäft, meist über selbstständige Vertriebspartner. Network Marketing, auch MLM genannt, ist eine Form davon: Partner erhalten zusätzlich Provisionen auf die Umsätze der Partner, die sie selbst aufgebaut haben.

Welche Vergütungspläne gibt es im MLM?

Die gängigsten sind Binär, Unilevel, Matrix und Stairstep. Sie unterscheiden sich darin, wie die Struktur aufgebaut ist und wie Provisionen über die Ebenen verteilt werden.

Was ist eine MLM-Plattform?

Eine MLM-Plattform ist die Software, mit der ein Unternehmen sein Netzwerk führt: Partnerverwaltung und Downline, automatische Provisionsabrechnung, Partnerportal, Webshops und Auswertungen.

Lassen Sie uns über Ihren Ablauf sprechen.

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